Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum
Brasilien-Deutschland e. V.

Centro Empresarial e Centífico Brasil-Alemanha

Herzlich willkommen beim Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland e.V.

Wir fördern und unterstützen die deutsch-brasilianischen Beziehungen insbesondere in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, in der Berufsausbildung, im Umweltschutz sowie beim Kulturaustausch.

Biogas, Düngemittel und Tierhaltung – WWZ-BD und IASP vertiefen Zusammenarbeit

Technologieentwicklung und Technologietransfer bei Biogas, Düngemitteln und Tierhaltung – auf diesen Gebieten wollen das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien – Deutschland (WWZ-BD) und das Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP) künftig noch enger kooperieren. Das haben Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsident des WWZ-BD); und Dr. Stefan Köhler, Geschäftsführer des IASP, bei einem Treffen in Berlin vereinbart.



landwirtschaftliche Versuchsstation Das IASP verfügt über eine umfangreiche experimentelle Basis und betreibt in Berge (Havelland) eine 15 Hektar große landwirtschaftliche Versuchsstation. Foto: IASP
Dr. rer. agr. Stefan Köhler Dr. rer. agr. Stefan Köhler


„Damit möchten wir unserer langjährigen Zusammenarbeit neue Impulse geben“, betont Dr. Köhler. “Sehr gern stehen wir zur Verfügung, wenn es um die Umsetzung und den Transfer unserer Forschungsergebnisse in die Praxis geht. Auch bei der Betreuung von Fachdelegationen oder von Einzelpersonen aus Brasilien können wir unterstützen. Wir sind natürlich auch bereit, uns in die Vorbereitung der 33. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage im September 2015 in Joinville einzubringen.“

Einer der Schwerpunkte der Zusammenarbeit ist das Thema Biogas. Auf dem Gebiet der Biogasforschung fokussiert das IASP seine Forschungsarbeiten auf die vor- und nachgelagerten Bereiche des Fermentationsprozesses, also auf die Aufbereitung der organischen Substrate und auf die ökoeffiziente Verwertung der Gärrückstände.

Insbesondere in der Erforschung und Testung eigener, innovativer Enzympräparate aus natürlichen Rohstoffquellen sowie in der Entwicklung pflanzenbaulicher Verfahren zum optimalen Einsatz der vielfältigen Gärrückstände aus Biogasanlagen hat sich das IASP als Kompetenzzentrum etabliert. Vielfältige Auftragsforschung, umfangreiches Know-how, aktive Schutzrechte und die fachliche Kooperation mit Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) markieren die besondere, spezifische Expertise des IASP auf diesen Gebieten.

Zu nachhaltigen Düngemitteln und Düngungsverfahren hat das IASP eine ganze Reihe umfangreicher Forschungsarbeiten realisiert, zum Beispiel zum Phosphorrecycling aus kommunalen Abwässern bzw. Klärschlamm. Ergebnis dieser vielfältigen und erfolgreichen Projektarbeit ist eine ganze Palette verschiedener Verfahren und innovativer Produkte.

Der Forschungsschwerpunkt Nutztierhaltung basiert auf eigenen Technologien und Algorithmen des sensorgestützten Tiermonitorings. Es werden Konzepte, Methoden und Verfahren zur nicht-invasiven Beurteilung des physiologischen Status von Nutztieren erarbeitet. Diese Monitoring-Verfahren dienen dazu, technologische Parameter und wirtschaftlich bedeutsame Kriterien der nutzungsorientierten Tierhaltung zu optimieren – unter besonderer Berücksichtigung des Tierwohls.

Über das IASP

Das IASP ist eine interdisziplinär aktive Forschungseinrichtung. Es identifiziert, konzipiert und realisiert innovative Vorhaben in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung und hat sich die zügige Überführung von anwendungsorientierten Lösungen für neuartige Produkte und Verfahren in die kommunale, gesellschaftliche und betriebliche Praxis zum Ziel gesetzt.

Als gemeinnützige externe Industrieforschungseinrichtung versteht sich das IASP als wissenschaftlicher Partner für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), insbesondere für solche ohne eigene Forschungskapazitäten. Es erfüllt damit eine Brückenfunktion an der Schnittstelle zwischen universitärer Forschung einerseits und gesellschaftlicher bzw. unternehmerischer Anwendung andererseits. Die am IASP realisierten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sind wissenschaftsthematisch in den beiden Abteilungen „Biogene Rohstoffe“ sowie „Lebensmitteltechnologie“ organisiert.

Über das CELALE

Das Europäisch-Lateinamerikanische Zentrum für Logistik und ökologische Projekte (CELALE) ist Teil des Instituts für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP). Als Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Lateinamerikas hat das CELALE die Aufgabe, gemeinsame Projekte zwischen Europa und Lateinamerika für Ausbildung, Forschung und Beratung auf dem Gebiet des Unternehmensmanagements mit besonderem Schwerpunkt auf Logistik, Qualitätsmanagement und angewandter Ökologie zu fördern. Das CELALE ist eine Einrichtung, die ihre Aktivitäten in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in Lateinamerika und Europa mit ähnlicher Zielstellung entwickelt.


Wir sind mit Büros vertreten in Berlin und Santa Catarina